Science Dialogues 2018

1. Science Dialogue in Neuhausen (SH): Additive Fertigung als Innovationstreiber

Am 29. Mai 2018 von 17:00 bis 20:00 fand der erste AM Network Science Dialogue in Zusammenarbeit mit ITS und ZHAW in Neuhausen (SH) statt. Die rund 40 Teilnehmer erhielten mit den Vorträgen von A. Kirchheim (ZHAW), D. Kündig (Ecoparts AG) und R. Schindel (Prodartis AG) einen ganzheitlichen Einblick in die additive Fertigung.

Die Vortragenden haben mit Ihrer fundierten Erfahrung aufgezeigt, dass mit dieser Technologie Innovationen und Mehrwerte geschaffen werden können. Welche Gefahren dabei beachtet werden müssen,  machte deutlich, dass die additive Fertigung im Bereich der Produktion teilweise immer noch in den Kinderschuhen steckt.

Vor dem anschliessenden Networking mit Apéro erhielten die Aussteller (ZHAW, Ecoparts AG, Prodartis AG, CADFEM und das AM Network) die Möglichkeit sich kurz vorzustellen.

 

 

 

 

 

2. Science Dialogue / Praxiszirkel in Brugg (AG): Additive Fertigung im Trend

Am 18. September 2018 von 17:00 bis 19:30 fand der zweite AM Network Science Dialogue rsp. HTZ Praxiszirkel in Brugg (AG) statt. In Zusammenarbeit mit dem Hightech-Zentrum Aargau (HTZ) wurde dieser Anlass geplant. Es konnten rund 20 Teilnehmer aus der Wirtschaft und der Forschung begrüsst werden.

Leendert den Haan vom HTZ zeigte auf, welche Bedeutung die additive Fertigung für das Supply Chain Management haben wird. Rechtssicherheit, der Schutz des geistigen Eigentums, Haftungsfragen, Datenschutz und Zölle sind Themen, welche immer grösserer Bedeutung erhalten werden. Um diese Themen zu vertiefen, soll dieser Praxiszirkel im nächsten Jahr wiederholt und dadurch weitere Kooperationen und Projekte initiiert werden.

Eine kurze Vorstellung der Möglichkeiten der additiven Fertigung und die Vorteile einer AM-Network-Mitgliedschaft wurden durch Hendrik Holsboer, Geschäftsführer AM Network, präsentiert. Insbesondere wurden die Teilnehmer der KMU's auf die Fördermöglichkeiten der Innosuisse aufmerksam gemacht.

Von der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) hat Prof. Dr. Kaspar Löffel in seinem Vortrag anhand eines geschlossenen Pumpenlaufrades die Herausforderungen bei der Entwicklung und der Herstellung eines komplexen Bauteils in der 3D-Technologie aufgezeigt. Das Beispiel zeigte, dass die Technologie auch als Ersatz von bestehenden Teilen Vorteile bringen kann. Das grösste Potential liegt gemäss K. Löffel aber darin, sich von den bisherigen Fertigungsverfahren zu lösen und bei der Entwicklung konsequent die Vorteile der additiven Fertigung zu nutzen. 

 

Dominik Solenicki von der Firma Sintratec

 

 

Dominik Solenicki, Partner und Gründer von Sintratec zeigte, wie sich ein Start-up zum erfolgreichen 3D-Druck-Anbieter entwickelte. Die Positionierung der Sintratec Drucker zwischen dem Hobby- und den High-End Markt ermöglichten dem Anbieter weltweit Erfolg zu haben. Eine angeregte Diskussion im Showroom der Sintratec zeigte, dass die Teilnehmer von dieser Erfolgsgeschichte "Sintratec" beeindruckt waren.

Beim anschliessenden Apéro nahmen die Teilnehmer die Möglichkeit wahr, bei feinen Häppchen sich weiter zu vernetzen. 

 

3. Science Dialogue in Biel/Bienne (BE): Additive Fertigung als Innovationstreiber

Am 26. September 2018 von 17:00 bis 19:30 fand der dritte AM Network Science Dialogue in Biel / Bienne bei der Firma Posalux SA statt. In Zusammenarbeit mit der Wirtschaftskammer Biel-Seeland und der Berner Fachhochschule wurde der Science Dialogue geplant. Es konnten rund 20 Teilnehmer aus der Wirtschaft und der Forschung begrüsst werden.

Nach der kurzen Einführung mit Vorstellung der Gastfirma Posalux SA folgte eine Kurzpräsentation des AM-Netzwerkes durch den Geschäftsführer Hendrik Holsboer. Darin wurden die Fördermittel des Netzwerkes aber auch jene der Innosuisse vorgestellt. 

Den Einstieg in die Fachvorträge erfolgte durch Karl-Heinz Selbmann vom Institut für Drucktechnologie an der Berner Fachhochschule. Nach einem Überblick über die  verschiedenen Druckverfahren wurden die Vor- und Nachteile dieser Technologien aufgezeigt. Komplexe Bauteile, parallele Fertigung, individualisierte Produkte, monolithische Fertigung stellen unter anderem die Vorteile der additiven Fertiung dar. Zum Abschluss zeigte Karl-Heinz Selbmann, dass die gesamte Prozesskette um den 3D-Druck komplex und aufwändig ist und die Beherrschung derselben neue Kompetenzen und oftmals neue Partner voraussetzt.

Prof. Dr. Herbert Ruile vom Nationalen Themennetzwerk Verein Netzwerk Logistik (VNL) machte deutlich, dass die additive Fertigung die Wertschöpfungsnetze erheblich beeinflussen wird. Eine Prognose der Gartner Group zeigt auf, dass in den nächsten 4 Jahren je nach Branche bis zu 75% der produzierten Teile additiv gefertigt werden könnten und in der Folge somit auch eine verteilte Produktion mehr Vor- als Nachteile bringen kann. Aufgrund dieser Prognose haben nun auch grössere Logistikunternehmen damit begonnen mehr oder weniger erfolgreich eigene 3D-Drucker-Farmen aufzubauen. Als Resultat daraus, wird aus dem bisherigen Planauftrag mit dieser Technologie ein individualisierter Fertigungsauftrag und schlussendlich ein individualisierter Entwicklungsauftrag.

Zum Abschluss erläuterten Dominique Beuchat von der 3D Precision SA und Thomas Lüdi von Protoshape, welche Leistungen sie als AM-Dienstleister anbieten können. Dominique Beuchat legt Wert darauf, dass er als AM-Dienstleister die ganze Wertschöpfungskette vom Konstruieren über die Fertigung und die Nacharbeit im Haus anbieten kann. Thomas Lüdi legte den Schwerpunkt seiner Ausführungen auf eine Machbarkeitsstudie bei welcher Protoshape bei der additiven Fertigung mit neuen Legierungen die Qualität sicher stellt.

Mit kräftiger Unterstützung des Teams der Wirtschaftskammer Biel-Seeland wurden nach den Vorträgen bei einem Apéro rege Erfahrungen ausgetauscht und Kontakte geknüpft. 

     

 

 

4. Science Dialogue in Manno (TI)

Am 16. Oktober 2018 von 17:00 bis 19:30 fand der vierte AM Network Science Dialogue in Manno (TI) bei der Scuola Universitaria Professionale della Svizzera italiana (SUPSI) statt. In Zusammenarbeit mit der SUPSI, der Associazione Industrie Ticinesi (AITI) und dem AM-Network wurde dieser Science Dialogue geplant und mit rund 70 Teilnehmer aus der Wirtschaft und der Forschung durchgeführt.

Nach der Begrüssung der Organisatoren, Herr Stefan Modenini (Direktor AITI), Emanuele Carpanzano (Direktor des Departementes Innovative Technologien in SUPSI) und Marco Colla (Institutsleiter SUPSI, ISTEPS)  folgte eine Kurzpräsentation des AM-Netzwerkes durch den Geschäftsführer Hendrik Holsboer. Er zeigte auf, welches Potential die additive Fertigung hat und rief die Anwesenden auf diese Chancen zu nutzen und die Fördermittel des Netzwerkes aber auch jene der Innosuisse in Anspruch zu nehmen. 

Der Einstieg in die Fachvorträge erfolgte durch Marco Colla. Nach einem kurzen Überblick über die Geschichte, über die verschiedenen Verfahren und deren Reifheitsgrad, sowie die Einsatzgebiete der additiven Fertigung, zeigte er wie der gesamte Herstellungsprozess mit seinen Herausforderungen aussieht, welche AM-Trends zu erwarten sind und welche Integrationsschritte unternommen werden müssen. Im Anschluss stellten Paolo Gennaro (Managing Director GF Precicast Additive SA) und Marco Boccadoro (Chef von EDM Research in GF Machining Solutions Agie Charmilles SA) ihre beeindruckenden Tätigkeiten im Bereich der additiven Fertigung vor (Flugzeug-Turbinenbau und Maschinen um AM-Druckteile von der Grundplatte zu trennen).

Von Seiten der SUPSI haben Stefano Baraldo und Alberto Ortona die Themen Qualitätskontrolle im AM-Prozess und ihre Entwicklungen im Bereich AM-Keramik aufgezeigt und damit die hohe Kompetenz der SUPSI in der additiven Fertigung aufgezeigt.

Mit der engagierten Unterstützung des SUPSI-Teams wurde im Rahmen der Tischmesse, mit Ausstellern aus der Region, ein reichhaltiger Apéro angeboten. Hierbei fanden rege Gespräche und ein umfassender Erfahrungsaustausch statt. 

        

 

5. Science Dialogue in Muttenz (BL)

Am 4. Dezember 2018 von 17:00 bis 19:30 fand in Muttenz der fünfte AM Network Science Dialogue im neuen Campus der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) statt. Auch hier konnte in Zusammenarbeit mit den lokalen Partnern, der Wirtschaftsförderung BaselArea.Swiss und der FHNW, einen informativen Anlass durchgeführt werden. Mit rund 40 Teilnehmern aus der Wirtschaft und der Forschung stiess auch dieser Science Dialoge auf reges Interesse.

Nach der Begrüssung durch den Gastgeber Daniel Seiler (FHNW, Institut für Medizinal- und Analysetechnologie) haben sich die Organisatoren Sébastien Meunier (BaselArea.Swiss) und Hendrik Holsboer (AM Network) vorgestellt. Im Rahmen der Science Dialogues des AM Networks wurde erneut auf das Potential der additiven Fertigung hingewiesen und die Teilnehmer aufgefordert die Fördermittel des Netzwerkes aber auch jene der Innosuisse in Anspruch zu nehmen. 

Der Einstieg in die Fachvorträge erfolgte durch Daniel Seiler. Er zeigte auf, in welchen Gebieten das Institut für Medizinal- und Analysetechnologie tätig ist und betrachtete im Anschluss, basierend auf dem Wohlers Report, wie sich der Markt im Bereich der additiven Fertigung entwickelt. Anschliessend stellte Sebastian Pfirter seine Unternehmung Designerei vor. Er zeigte wie ein kleines Unternehmen mit eigenen Produkten und Dienstleistungen im Bereich des 3D-Druckes erfolgreich sein kann. Den Abschluss der Fachvorträge erfolgte durch Ralf Schuhmacher von Medartis. Basierend auf seiner langjährigen Erfahrung präsentierte er mit welchen Materialien heute additiv gefertigt wird und wie Innovationen angestossen und realisiert werden können.

Nach der Besichtigung des IMA-Labors fand der anschliessende Apéro mit Weitblick aus dem 12. Stock des neuen FHNW-Campus Muttenz statt. Dabei konnten wiederum spannende Gespräche und neue Kontakte geknüpft werden.

 

    

 

    

6. Science Dialogue in Ste. Croix (VD)

Gemeinsam mit der Fachgruppe Additive Manufacturing (FGAM) von Swiss Engineering (STV) und dem AddiPole der Fachhochschule Westschweiz (HES SO – HEIG VD) konnte am 5. Dezember 2018 der ganztägige AM-Anlass von 10:00 bis 16:30 in Sainte-Croix durchgeführt werden.

Nachdem Martin Graf, Präsident der FGAM, den Anlass eröffnete und Hendrik Holsboer, Geschäftsführer des AM Network, sein nationales thematisches Netzwerk vorstellte, zeigt Sylvain Hugon was das AddiPole im Bereich der additiven Fertigung leistet. In den Bereichen Medizintechnik, der Uhrenindustrie und der Robotertechnik bietet AddiPole Unterstützung, vom Design bis zur Nachbearbeitung der AM-Teile, einen durchgehenden Service an.

Anhand eines Praxisbeispiels zeigte Cyril Guinchard, Lehrer am Centre professionnel du Nord vaudois (CPNV), wie die additive Fertigung bei der Erstellung einer Schildkröten-Spieldose der Firma Reuge, erfolgreich eingesetzt werden kann.

Die Firmenvertreter Eric Sevin von Prodways, Jean-Marie Jacquet von SWISSto12 SA, Emanuel Pillwein von Alphacam Swiss und Dominique Beuchat von 3D Precision SA zeigten wie die additive Fertigung in der Praxis Einzug gehalten hat. Neuartige Maschinen im Bereich des Auftragschweissens, Anwendungen im orthopädischen Bereich, Bauteile für den Hochfrequenzeinsatz und weitere Anwendungen ermöglichten einen reichen Einblick in die Praxis der additiven Fertigung.

Eine Führung durch die Werkstätten des AddiPole zeigte, wie die Fertigung von AM-Teilen aus Kunststoff und Metall erfolgt. Ebenso wurden das Scannen von Teilen und die Messeinrichtungen gezeigt. Zum Abschluss zeigte Joël Cugnoni, Professor an der HEIG-VD wie das Design und die Berechnung von Bauteilen im Leichtbau erfolgt.

Beim gemeinsamen Mittagessen, bei den Pausen und dem Abschlussapéro wurden Erfahrungen ausgetauscht und nächste gemeinsame Aktivitäten besprochen.

    

 

    

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